Rund jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden – und oft steht dann eine gemeinsame Immobilie im Raum. In einer emotional belastenden Trennung die richtige Entscheidung für Haus oder Wohnung zu treffen, ist nicht einfach. Dieser Artikel beleuchtet, welche Möglichkeiten es gibt und wie Sie bei einer Scheidung den besten Weg im Umgang mit der Immobilie finden.
Wenn eine Scheidung ansteht, tauchen viele Fragen auf, die geklärt werden müssen. Besonders bei Immobilienbesitz wird es kompliziert, da es sich häufig um den größten gemeinsamen Wert handelt. Zunächst sollten beide Parteien überlegen, ob einer der Partner das Haus behalten möchte. Dabei spielen oft emotionale Aspekte eine große Rolle, vor allem wenn Kinder betroffen sind, die in ihrer vertrauten Umgebung bleiben sollen.
„Man darf die emotionalen Aspekte nicht außer Acht lassen, aber die finanziellen Gegebenheiten müssen ebenfalls gründlich geprüft werden“, betont Axel Grages von Teammakler. „Der Partner, der das Haus übernehmen möchte, muss in der Lage sein, die finanzielle Last dauerhaft zu tragen und den Ex-Partner angemessen zu entschädigen.“ Sollte keine Einigung erzielt werden oder die finanzielle Belastung für beide Parteien zu hoch sein, könnte der Verkauf der Immobilie der beste Weg sein, um finanzielle Klarheit zu schaffen und Streit zu vermeiden.
Wege zur Aufteilung der Immobilie: Auszahlung oder Versteigerung?
Wenn beide Partner sich darauf einigen, dass einer die Immobilie übernimmt, muss der andere ausgezahlt werden. Diese Auszahlung richtet sich nach dem aktuellen Marktwert des Hauses oder der Wohnung. „Es ist ratsam, einen unabhängigen Experten zur Bewertung hinzuzuziehen“, erklärt Cathrine Grages. „Ein erfahrener Immobilienmakler, der den Markt in Süd-Schleswig-Holstein und Nord-Hamburg gut kennt, kann dabei helfen, einen fairen Preis zu ermitteln.“
Manchmal ist eine Einigung auf eine Auszahlung jedoch nicht möglich. In solchen Fällen kann eine Teilungsversteigerung drohen, was oft nicht ideal ist. „Eine öffentliche Versteigerung führt meist zu einem Verkauf unter dem Marktwert“, warnt Axel Grages. „Das bedeutet finanzielle Verluste und zusätzlichen emotionalen Stress. Dieser Schritt sollte nach Möglichkeit vermieden werden.“
Konfliktfreie Scheidung: Unterstützung durch einen Makler
In emotional aufgeladenen Scheidungssituationen kann eine neutrale Sichtweise hilfreich sein. „Ein Immobilienmakler kann als neutraler Vermittler agieren“, so Cathrine Grages. „Er bewertet den Wert der Immobilie objektiv und moderiert Gespräche zwischen den Parteien, um Konflikte zu entschärfen.“
Ein Makler stellt die verschiedenen Optionen und deren finanzielle Auswirkungen klar dar, sodass beide Parteien gemeinsam zu einer vernünftigen Entscheidung gelangen können. „Besonders wertvoll ist es, wenn der Makler regional vernetzt ist und den lokalen Immobilienmarkt gut kennt“, fügt Axel Grages hinzu. Ein erfahrener Makler begleitet die Parteien durch den gesamten Verkaufsprozess – von der ersten Bewertung bis zum Notartermin – und sorgt dafür, dass beide Ex-Partner fair und transparent behandelt werden.
Stehen Sie vor der Entscheidung, was mit Ihrer gemeinsamen Immobilie im Scheidungsfall geschehen soll? Kontaktieren Sie uns – wir bieten neutrale Beratung und helfen Ihnen, eine faire und schnelle Lösung für den Immobilienverkauf zu finden.
Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © Francescoscatena/Depositphotos.com
SCH_EIG_7