Ein Haus zu erben klingt zunächst nach einem Glücksfall. Doch die Realität sieht oft anders aus: Nicht selten ist die Immobilie noch belastet – etwa durch eine laufende Hypothek. Plötzlich stehen Erben vor finanziellen Verpflichtungen, die gut durchdacht sein wollen. Behalten, übernehmen oder verkaufen? Die richtige Entscheidung hängt von vielen Faktoren ab.
Erbschaft mit Hypothek: Was Erben wissen müssen
Wird im Süden Schleswig-Holsteins oder im Norden Hamburgs eine Immobilie vererbt, gehen oft auch bestehende Kredite an die Erben über. Dies bedeutet, dass die Erben nicht nur Eigentümer werden, sondern auch die Verantwortung für die offenen Darlehen übernehmen. „Erben sollten die Bank umgehend informieren, damit geprüft werden kann, ob der Kreditvertrag weitergeführt werden kann,“ erklärt Axel Grages von Teammakler.
Für viele Erben stellt dies eine unerwartete Herausforderung dar. Plötzlich werden monatliche Raten, Zinsbindungen und Restlaufzeiten wichtig. „Ein frühzeitiger Überblick über die finanzielle Situation hilft, fundierte Entscheidungen zu treffen und Risiken zu minimieren,“ rät Cathrine Grages.
Erbe übernehmen oder ausschlagen: Die Wahlmöglichkeiten der Erben
Erben haben grundsätzlich mehrere Optionen. Sie können das Erbe annehmen und damit auch die Immobilie samt Kredit – vorausgesetzt, die Bank gibt ihr Einverständnis. „Dabei wird die finanzielle Leistungsfähigkeit der Erben genau geprüft,“ betont Axel Grages.
Alternativ können Erben das Erbe ausschlagen, was sinnvoll sein kann, wenn die Schulden den Wert der Immobilie übersteigen oder die finanzielle Belastung zu hoch ist. „Es ist wichtig, die Entscheidung innerhalb von sechs Wochen zu treffen,“ mahnt Cathrine Grages.
Zwischen diesen beiden Optionen gibt es weitere Möglichkeiten, wie etwa eine Umschuldung oder eine einvernehmliche Lösung mit der Bank. „Jede Option sollte sorgfältig abgewogen werden,“ fügt Axel Grages hinzu.
Verkauf als Lösung: Schulden tilgen und Klarheit schaffen
Ein Verkauf kann oft die vernünftigste Lösung sein. „Mit dem Erlös aus dem Verkauf kann die Hypothek abgelöst werden, sodass keine langfristigen finanziellen Verpflichtungen mehr bestehen,“ erklärt Cathrine Grages.
Besonders wenn mehrere Erben beteiligt sind oder die Immobilie nicht selbst genutzt wird, kann ein Verkauf Klarheit schaffen. „So lassen sich Risiken durch Zinsänderungen oder unerwartete Kosten reduzieren,“ erläutert Axel Grages.
Eine realistische Wertermittlung und effektive Vermarktung sind entscheidend. „Nur so kann sichergestellt werden, dass der Verkaufserlös die bestehenden Verbindlichkeiten deckt und idealerweise darüber hinausgeht,“ sagt Cathrine Grages.
Die richtige Entscheidung treffen
Haben Sie eine belastete Immobilie geerbt und sind unsicher, wie Sie vorgehen sollen? Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung – wir zeigen Ihnen mögliche Lösungen auf und begleiten Sie bei Bedarf sicher durch den Prozess der Übernahme oder des Verkaufs.
Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s Sora
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