Bestellerprinzip 2020

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Bestellerprinzip beim Hausverkauf 

Änderungen bei der Maklerprovision 2020/2021 

Der Deutsche Bundestag hat am 14. Juni 2020 über die Verteilung der Maklerprovision bei Kaufimmobilien diskutiert und ein Gesetz beschlossen, dem Anfang Juni der Deutsche Bundesrat zugestimmt hat. Am 23. Juni 2020 wurde es im Rahmen des Bundesgesetzblatts verkündet. Sechs Monate später – sprich am 23. Dezember 2020 – tritt das neue Gesetz für das Bestellerprinzip in Kraft.  

Nach diesem teilen sich ab dann Käufer und Verkäufer von Wohnimmobilien bundesweit die Courtage für den Makler. In Bundesländern wie beispielsweise Hamburg oder Schleswig-Holstein trug bis dato häufig der Käufer allein die Maklercourtage. Mit dem geänderten Bestellprinzip teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision in gleichen Anteilen. 

Gern möchten wir Ihnen im folgenden Beitrag die wichtigsten Fragen rund um das Bestellerprinzip beantworten. 

Wie war die vorherige Rechtslage in Hamburg und Schleswig-Holstein? 

Bis zum Beschluss des neuen Gesetzes für das Bestellerprizips trug in Hamburg, Schleswig-Holstein – und auch in Bremen, Berlin, Brandenburg sowie Teilen Niedersachsens – in der Regel der Käufer alleinig die Maklerprovision.  

In anderen Regionen der Bundesrepublik war es hingegen meist so, dass sich sich Käufer und Verkäufer die Courtage teilten.  

Wie war die Rechtslage bei Mietobjekten? 

Bei der Vermittlung von Wohnimmobilien zur Miete ist das Prinzip „wer Makler beauftragt, hat ihn zu bezahlen“ bereits im Juni 2015 umgesetzt worden.  

Seit diesem Zeitpunkt ist der Eigentümer einer Mietwohnung dann provisionspflichtig, wenn der einen Immobilienmakler für die Mietersuche beauftragt.  

Bestellerprinzip beim Haus- und Wohnungsverkauf Gesetz 2020 

Die Bundesregierung möchte mit der Neuregelung der bundesweit einheitlichen Aufteilung der Maklerkosten zwischen Verkäufer und Käufer den Käufer von Wohnimmobilien entlasten.  

Die Weihnachten 2020 eintretenden Courtage-Regelungen beim Wohnungs- und Hausverkauf besagen im Wesentlichen: 

  • Verträge mit dem Makler müssen in Textform erfolgen. Nur so sind sie gültig. 
  • Wenn Verkäufer und Käufer Maklerverträge abschließen, erhält der Immobilienmakler seine Courtage per 50:50-Aufteilung von beiden Parteien. Der Makler kann damit die Rechnungen gleichzeitig stellen. 
  • Hat nur der Käufer oder Verkäufer einen Maklervertrag abgeschlossen, wird ebenfalls die Maklercourtage per 50:50-Aufteilung gesplittet. Dann wird die Partei ohne Maklervertrag erst zahlungspflichtig, sobald die beauftragende Partei ihre Maklerzahlung nachgewiesen hat. 

Für welche Immobilienarten greift das neue Gesetz für den Haus- und Wohnungsverkauf? 

Die neue gesetzliche Regelung des Bestellerprinzips greift nur bei selbst genutzten Wohnraum. Hierbei handelt es sich für gewöhnlich um Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäuser. Wohnimmobilien mit mehr als zwei Einheiten und Gewerbeimmobilien bleiben von der Regelung unberührt. 

Was bedeutet die Neuregelung für Wohnimmobilienkäufer in Hamburg und Schleswig-Holstein? 

Bestellerprinzip Immobilien

Sobald die Neuregelung in Hamburg und Schleswig-Holstein Ende 2020 in Kraft tritt, werden die Käufer bei den Kaufnebenkosten entlastet. Jetzt zahlen sie nur noch 50 % der Maklergebühr anstelle der vorherigen 100 %.  

Weiterhin kommen die Käufer für Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchkosten, Modernisierungskosten, Finanzierungsnebenkosten und Umzugskosten auf. Das Gesetz 2020 bezieht sich nur auf die Maklerprovision

Gibt es eine andere Regelung beim Kauf von Neubauten?

Ausnahmeregelungen kann es beim Kauf von Neubauimmobilien geben. Es ist möglich, dass der Immobilienverkäufer für die komplette Courtage aufkommt, um so einen provisionsfreien Kauf von Neubauhäusern und Neubauwohnungen zu promoten. Ein Käufer einer Neubauwohnung in Hamburg zahlt je nach Anbieter beispielsweise keinerlei Courtage.  

Was bedeutet die Neuregelung für Wohnimmobilienverkäufer in Hamburg und Schleswig-Holstein? 

Der Verkäufer bzw. Eigentümer zahlt für den Verkauf seiner Wohnimmobilie über einen Makler wegen des neuen Bestellerprinzips künftig bundesweit einheitlich die Hälfte der Maklercourtage. Das trifft somit auch auf Immobilieneigentümer in Hamburg und Schleswig-Holstein zu.  

Für den Verkäufer mag die Neuregelung des Bestellerprinzips daher auf den ersten Blick ein Nachteil sein. Das stimmt jedoch nicht. Durch die professionellen Leistungen eines Maklers erhält er letztlich einen besseren Preis für das Objekt und spart an Zeit sowie Aufwand. So bietet ein leistungsstarker und seriöser Makler einen Rundumservice. Zu diesem gehören: 

  • die Wertermittlung des Objektes zur Bestimmung des optimalen Verkaufspreises
  • Organisation der notwendigen Unterlagen für den Verkauf bei Behörden und eventuell Architekten
  • Objektvermarktung inklusive der Erstellung erstklassiger Fotos, Verkauftexte, Veröffentlichungen, Besichtigungen und vieles mehr
  • stetige Berichterstattung über Verkaufsaktivitäten
  • Überprüfung der Bonität der Kaufinteressenten
  • Verkaufsverhandlungen
  • Abstimmung des Kaufvertrags mit Makler und beiden Parteien
  • Anwesenheit bei der Beurkundung
  • reibungslose Objektübergabe
  • Betreuung nach Abschluss des Kaufvertrages

Welche Vorteile hat das neue Gesetz? 

Experten sehen in der neuen Gesetzgebung ein Vorantreiben der Professionalisierung des Immobilienmarktes. Dies ist für den Käufer und Verkäufer von großem Vorteil. Seriöse Immobilienmakler die ein umfangreiches Portfolio an Leistungen bieten, werden sich durchsetzen. Somit gewinnen Immobiliengeschäfte an Fairness und Transparenz

Lohnt sich für mich als Verkäufer noch ein Immobilienmakler?

Diese Frage ist berechtigt. Es zeigt sich jedoch eindeutig, dass ein Immobilienverkauf mit Makler für Verkäufer von Vorteil ist. Der Verkauf verläuft schneller, reibungsloser und der Verkaufspreis ist höher. Zudem ist der Makler eine zeitliche und emotionale Entlastung für den Verkäufer. 

Oft wird ein Immobilienverkauf unterschätzt. Bevor der Prozess überhaupt erst starten kann, ist beispielsweise die Einholung von zahlreichen aktuellen Dokumenten erforderlich. Dies beginnt bei leserlichen Grundrissen und dem Grundbuchauszug und endet mit dem Energieausweise und Anliegerbescheinigungen. Darüber hinaus nimmt der Makler eine beratende Funktion für beide Seiten ein, was den Verkauf zusätzlich vorantreibt. So macht ein kompetenter Immobilienmakler seinen Verkäufer darauf aufmerksam, wie sich mit kleinen Mitteln das Objekt für einen besseren Verkaufspreis aufwerten lässt. 

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Immobilienbewertung. Sie muss für einen erfolgreichen Verkauf zum Bestpreis detailliert sein. Eine Besichtigung des Objekts und die Durchsicht relevanter Objektunterlagen sind dafür unerlässlich. Grobe Schätzwerte wirken sich dahingegen nur negativ auf den maximal erzielbaren Verkaufspreis aus. 

Nicht zu unterschätzen sind auch die Kontakte des erfahrenen Maklers. Er verfügt er über eine umfangreiche Kundendatenbank, in der bereits vielleicht der ideale Käufer für das Kaufobjekt zu finden ist. Das vereinfacht den Wohnimmobilienverkauf immens.  

Zudem verfügt er über ein umfangreiches Netzwerk an Branchenkontakte – vom talentierten Handwerker bis hin zum Personal der Stadtentwicklung. Auf diese Weise kann er Verkäufer optimal beraten und ihnen weiterführende Serviceleistungen vermitteln.  

Welcher Makler ist für mich der richtige? 

Sie planen den Verkauf einer Wohnimmobilie in QuickbornEllerau oder Umgebung? Dann sollten Sie unbedingt einen Makler auswählen, der über lokale Ortskenntnisse verfügt. Am besten ist er seit vielen Jahren in exakt dieser Region aktiv, denn dadurch kennt er sie sehr gut. Das ist zum einen für eine zielführende und richtige Wertermittlung entscheidend und zum anderen für den Vermarktungsprozess. Darüber hinaus hat er so ein breites Netzwerk an Kontakten entwickelt, die für Sie zum Nutzen sind. 

Lassen Sie sich von der Auswahl des richtigen Maklers nicht durch bloße Worthülsen täuschen. Fragen Sie direkt nach seinen Leistungen, die er Ihnen rund um den Verkauf bietet. Es empfiehlt sich auch, einen Blick auf die Webseite des Immobilienmaklers zu werfen. So erhalten Sie einen Eindruck von seiner Professionalität.  

Und ein weiteres Kriterium gibt Aufschluss über die Qualität: Ein professioneller Makler verfügt über ein Verkaufsbüro, in dem Sie ihn aufsuchen können und arbeitet nicht vom „Küchentisch“ aus. Er stellt die von ihm angebotenen Immobilien in den Schaufenstern seines Ladenlokals aus. Die von ihm aufbereiteten Objektunterlagen sind einwandfrei und hochwertig. Sein Vorgehen ist für Sie stets transparent und verständlich. Kontinuierlich hält er mit Ihnen Rücksprache und nimmt Ihre Wünsche ernst. All dies sind Kennzeichen für einen seriösen, leistungsstarken Makler, der seine Maklercourtage wert ist. 

TEAMMAKLER: Ihr Immobilienmakler für Quickborn, Ellerau, Bönningstedt und Region

Für den Verkauf von Wohnimmobilien in Quickborn, EllerauBönningstedt, Norderstedt, Pinneberg und Hamburg sind wir von TEAMMAKLER Ihr Ansprechpartner. Wir verfügen über langjährige Erfahrungen in der Immobilienbranche und gehen auf Ihre Anforderungen ein. Auf Anfragen reagieren wir sehr zeitnah. 

Wir distanzieren wir uns von falschen Versprechungen und unrealistischen Wertermittlungen, die den Wohnimmobilienverkauf letztlich oft nur herauszögern und den Kaufpreis mindern können. Wir setzen auf Ehrlichkeit und Transparenz.  

Gern sprechen wir mit Ihnen über das Thema Maklercourtage und erläutern Ihnen, was unsere Leistungen rund um Immobilienverkauf alles beinhalten. 

Wir von TEAMMAKLER freuen uns, Sie und Ihre Immobilie kennenzulernen. Für eine kostenfreie Marktwertermittlung Ihrer Immobilie oder ein unverbindliches Beratungsgespräch rufen Sie uns gern an. 

Immobilienverkauf

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Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.